Physiologie einer latenten Azidose (unbemerkte Übersäuerung)
Kennzeichen der latenten Azidose ist eine geringfügige Verschiebung des Blut-pH- Wertes innerhalb des Normbereichs zum Sauren hin sowie eine verminderte Pufferkapazität des Blutes. Die latente Azidose zeigt, wie ihr Name suggeriert, keine spezifischen Symptome und kann somit über einen langen Zeitraum unbemerkt bleiben. Ursache für die Entstehung einer latenten Azidose ist eine zu hohe Säurebelastung durch stark proteinhaltige Nahrung. In dem modernen westlichen Lebensstil erreicht gleichzeitig die Menge an aufgenommenem Obst und Gemüse oft nicht die empfohlene Menge. Es wird nicht nur zu viel säurebildende, sondern auch nicht genügend basenbildende Kost aufgenommen.
Zu den unspezifischen Symptomen einer latenten Azidose können unter anderem Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, gedrückte Stimmung, belegte Zunge, Mundgeruch, schlecht durchblutete Hände, Schweißfüße und Nackensteifigkeit gehören. Ein physiologischer, also gesunder Säure-Basen-Haushalt zeichnet sich im Gegensatz zu einem pathologischen (erkrankten) durch tägliche Säure- und Basenflutungen aus. Diese reinigen Bindegewebe und innere Organe täglich von Säuren, die aus der Nahrung aufgenommen werden oder bei Stoffwechselvorgängen entstehen. Die Depots für saure Stoffwechselprodukte sollten sich in einem gesunden Organismus täglich nicht nur füllen, sondern auch leeren und pH-Wert sowie Puffersubstanzen des Blutes sollten nicht durch einen Säureüberschuss verändert sein. Funktionieren diese Mechanismen nicht mehr, „verstopft“ der Organismus von Tag zu Tag mehr, was wir als Übersäuerung bezeichnen können.
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