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Wissenschaftliche Gründe für eine basische Kost

Kennzeichen der latenten Azidose ist eine geringfügige Verschiebung des Blut-pH- Wertes innerhalb des Normbereichs zum Sauren hin sowie eine verminderte Pufferkapazität des Blutes. Die latente Azidose zeigt, wie ihr Name suggeriert, keine spezifischen Symptome und kann somit über einen langen Zeitraum unbemerkt bleiben. Trotz des vergleichsweise milden Verlaufes der latenten Azidose birgt diese die Gefahr, durch eine dauerhafte systemische Säurebelastung des gesamten Körpers den Verlauf degenerativer Störungen und die Entstehung chronischer Erkrankungen zu begünstigen.

Eine latente Azidose kann kompensiert werden durch eine erhöhte Protonen- und Ammoniakausscheidung über die Nieren und eine erhöhte Basen- und Phosphatausscheidung aus den Knochen. Durch diese Anpassungsprozesse steigern allerdings das Risiko von Nierensteinen und die Aktivität von knochenabbauenden Zellen. Auch das Bindegewebe ist in der Lage Säuren einzulagern, um die Belastung der Verdauungsorgane geringer zu halten. Es verliert dadurch jedoch an Elastizität. Die körpereigenen Kompensationsmechanismen können den Körper nur vor einer vorübergehenden Säurebelastung schützen, eine langfristige latente Azidose kann ernsthafte Schädigungen am Organismus auslösen kann.

Zu den unspezifischen Symptomen einer latenten Azidose können unter anderem Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, gedrückte Stimmung, belegte Zunge, Mundgeruch, schlecht durchblutete Hände, Schweißfüße und Nackensteifigkeit gehören. Ein physiologischer, also gesunder Säure-Basen-Haushalt zeichnet sich im Gegensatz zu einem pathologischen (erkrankten) durch tägliche Säure- und Basenflutungen aus.

Diese reinigen Bindegewebe und innere Organe täglich von Säuren, die aus der Nahrung aufgenommen werden oder bei Stoffwechselvorgängen entstehen. Die Depots für saure Stoffwechselprodukte sollten sich in einem gesunden Organismus täglich nicht nur füllen, sondern auch leeren und pH-Wert sowie Puffersubstanzen des Blutes sollten nicht durch einen Säureüberschuss verändert sein. Funktionieren diese Mechanismen nicht mehr, „verstopft“ der Organismus von Tag zu Tag mehr, was wir als Übersäuerung bezeichnen können.

Ursache für die Entstehung einer latenten Azidose ist eine zu hohe Säurebelastung durch stark proteinhaltige Nahrung. In dem modernen westlichen Lebensstil erreicht gleichzeitig die Menge an aufgenommenem Obst und Gemüse oft nicht die empfohlene Menge. Es wird nicht nur zu viel säurebildende, sondern auch nicht genügend basenbildende Kost aufgenommen.

Wissenschaftliche Studien weisen auf enge Zusammenhänge zwischen einer über einen längeren Zeitraum bestehenden latenten Azidose und der Entstehung von Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, rheumatischen Erkrankungen und Krebs hin.

Iris Herting
Ernährungswissenschaftlerin (M.Sc.)
Assistentin der Geschäftsführung STARTKRAFT

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