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Wir lieben Flocken zum Frühstück, als Backzutat und Allrounder in der Küche, aber sind Haferflocken wirklich so gesund, wie wir immer dachten? Welches sind Mythen, die sich rund um die Haferflocken hartnäckig halten und welches sind die tatsächlichen Fakten?

Hier geht’s zum Faktencheck Haferflocken!

Mythos oder Fakt?

  1. Hafer ist glutenfrei?
    Hafer enthält von Natur aus kein Gluten, durch die Ernte- und Reinigungsmaschinen kommt es aber zur Kontamination mit anderem glutenhaltigem Getreide. Menschen mit einer starken Glutenunverräglichkeit oder Zöliakie wird von Hafer abgeraten, für alle anderen ist Hafer ein guter, glutenarmer Ersatz!
  2. Haferflocken sind Vollkorn?
    Industrieller Hafer wird verarbeitet, dieser ist kein Vollkorn. Nur frisch gequetschten, keimfähigen Hafer können wir als Vollkorn auszeichnen, er enthält wichtige Enzyme und Mikronährstoffe.
  3. Hafer liefert wichtige Nährstoffe?
    Hafer enthält von Natur aus viele Nährstoffe, wie Mangan und den wirksamen Ballaststoff Beta-Glucan, welcher den Blutzuckerspiegel und die Darmgesundheit positiv beeinflusst. Bei industrieller Verarbeitung des vitalstoffreichen Hafers werden leider viele Nährstoffe zerstört, sie überstehen die starke Erhitzung und Verarbeitung nicht. Auf seine Energie haben herkömmliche Haferflocken eine vergleichsweise geringe Nährstoffdichte. Frisch gequetscht versorgt Hafer mit einer Fülle essentieller Nährstoffe, wie B-Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Antioxidantien und Enzyme.
  4. Hafer ist nach Verarbeitung besser verdaulich?
    Hafer ist reich an Zink, allerdings auch an Phytinsäure, welche die Bioverfügbarkeit von Zink stört. Bei einem hohem Anteil an Vollkorn und Hülsenfrüchte in der täglichen Ernährung geht sogar bis zu 45% Bioverfügbarkeit von Zink verloren. Die herkömmliche Verarbeitung erhöht die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe nicht, im Gegenteil. Wir stellen signifikant weniger Enzyme und weniger Mikronährstoffe im verarbeiteten Zustand fest. Allein das Keimen von Hafer mit anschließender (frischer!) Flockung kann den Phytingehalt senken und die Bioverfügbarkeit erhöhen. Prinzipiell kann kein Lebensmittel, welches bei Temperaturen über 90°C behandelt wurde, besser verdaulich oder nährstoffreicher sein, als die Rohkostqualität.
  5. Haferflocken enthalten Pflanzenschutzmittel?
    Wir können euch tatsächlich ausschließlich Bio-Hafer empfehlen. In verschiedenen Studien wurden Glyphosat und Mineralöle in vielen herkömmlichen Haferflocken-Sorten nachgewiesen.
  6. Hafer enthält gesundes Fett?
    Hafer versorgt mit Linolsäure, einem wesentlichen Bestandteil der Ceramide, und unterstützt so unsere Haut. Alle Fettsäuren sind hitzeempfindlich und neigen bei zu langer Lagerung zum Oxidieren. Dies spürt man an einem sauren oder bitteren Geschmack. Auch hier ist die Rohkostqualität (frisch gequetscht) zu empfehlen.
  7. Haferflocken sind Naturprodukte?
    Der reine Bio-Nackthafer ist ein nährstoffreiches Naturprodukt, das ist richtig. Wenn man dieses in seinem eigenen Flocker quetscht, müssen die frischen Haferflocken innerhalb von 3-4 Wochen verbraucht sein, danach verderben sie. Nur durch die starke Hitzebehandlung ist die lange Haltbarkeit möglich. Um lange haltbare Flocken für Müslis & Co. zu produzieren, wird Hafer gedarrt, entspelzt, gedämpft und gepresst. Dadurch erreicht er Temperaturen bis zu über 100°C. Ein doppeltes Erhitzen erreicht die Inaktivierung der fettspaltenden Enzyme und verhindert das Ranzigwerden, allerdings werden dabei auch essentielle Nährstoffe zerstört. Hier können wir natürlich nicht mehr von einem Naturprodukt sprechen.


Unser Fazit?
Es gibt nur eine einzig empfehlenswerte Qualität und das ist frisch geflockter Hafer mit allen Vitalstoffen aus der Natur! Hafer lässt sich einfach mit einer Flockenquetsche zu Hause frisch nach Bedarf quetschen. Wer keine Quetsche zu Hause hat oder sich die Zeit oder Mühe sparen möchte, kann sich für die frischen Flocken von startkraft entscheiden.

Und zu guter Letzt… was könnt ihr tun, wenn keine frischen Haferflocken zur Verfügung stehen? Hier unsere Lieblingsalternativen zu (frischen oder herkömmlichen) Haferflocken:

  • Gekeimter Buchweizen (enthält Alpha Amylase, Protease, Calcium, Magnesium)
    Unser Tipp: Superlecker in Kombination mit frischen Flocken und leckeren Beeren aus dem Garten
  • Gekeimte Sonnenblumenkerne (mit viel Calcium, Vitamin B12, Zink)
  • Lupinenflocken
  • Amaranth oder Quinoa